Vereinsnews

Zwischen Kinderlachen und Lebensrettung

Auf den Jahresversammlungen des Altenburger Vereins „Hilfe für Menschen im Kongo e.V.“ am vergangenen Sonnabend, dem 17.03.2018, in Sondershausen und am Sonntag, dem 18.03.2018, in Altenburg konnte der Vorstand eine erfolgreiche Bilanz des vergangenen Jahres ziehen.

 

 

Die Witterungsbedingungen durch den plötzlichen Wintereinbruch am vergangenen Wochenende mit Schnee, Glatteis und Frost hatten zur Folge, dass viele, die zur Versammlung kommen wollten und sich angemeldet hatten, am Ende nicht gekommen sind.

Dennoch waren es in Sondershausen 23 und in Altenburg 29 Mitglieder, Waisenhaus- und Schulkinderpaten, Unterstützer, Interessenten und Freunde des Vereins, die z.T. von weither angereist waren.

Sie erlebten einen sehr informativen Nachmittag, der mit Kaffee und Kuchen und dem gegenseitigen Kennenlernen begann.

Mit Bildern und Videos schilderten Dr. Christine und Jürgen Hauskeller, Vorsitzende und Rechnungsführer des Vereins, die neuesten Entwicklungen in den Projekten im Kongo, denn sie waren gerade erst vor drei Wochen von ihrem letzten Arbeitsbesuch in Kinshasa und Maluku zurückgekehrt.

Sie konnten sehr Erfreuliches berichten. Christine Hauskeller stellte eine ganze Reihe von Waisenhaus- und Schulkinder vor, deren Paten unter den Besuchern saßen. Es war bewegend zu hören, nach welch schrecklichen und traurigen Erfahrungen die Mädchen traumatisiert in die Kinderhäuser gekommen sind und in der liebevollen und fröhlichen Atmosphäre dieser Häuser langsam genesen und in ein Kinderleben zurückfinden.

hikDie Gruppe der Vorschulkinder in ihrem behelfsmäßigen Unterrichtsraum.Es machte Freude, Schulkinder mit ihren Geschichten aus dem Alltag und in der Schule kennenzulernen. Man spürte, dass diese Arbeit für die Kinder, ihre Bildung, ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen, für Christine Hauskeller eine Herzensangelegenheit ist. Sie kennt nicht nur jedes der inzwischen 450 Kinder, für die der Verein Verantwortung übernommen hat, mit Namen, sondern auch seine Geschichte und den familiären Hintergrund. Das ist auch der Grund, warum die Vermittlung von Kinderpatenschaften des Vereins so erfolgreich verläuft. 270 Schulkinderpatenschaften hat der Verein bisher vergeben. 130 Schulkinder würden sich freuen, noch einen Schulpaten oder eine Patenfamilie zu bekommen. Der monatliche Beitrag beträgt 15 EUR für ein Kind für Schulmaterialien, das tägliche Schulfrühstück, Kleidung und medizinische Notversorgung bzw. 20 EUR incl. dem monatlichen Schulgeld.

Diese Schulbeiträge sichern sowohl den Erhalt der Schule „Elikya na biso - Hoffnung für uns“ als auch einen niveauvollen Unterricht.

Im September 2017 hat die Schule begonnen, eine Vorschule aufzubauen. In einer behelfsmäßig errichteten Wellblechhütte finden 25 Vorschulkinder Platz, die von der Lehrerin Angélique liebevoll unterrichtet werden. Dieser Schritt war wichtig, um den Kindern den Schulstart zu erleichtern, indem sie u.a. den Umgang mit Stiften und Papier schon in der Vorschule lernen.

In der Regel hat in den ländlichen Regionen im Kongo wie in Maluku kein Kind, das mit 6 Jahren in die Schule kommt, jemals einen Stift, ein Blatt Papier oder ein Buch in der Hand gehabt, noch nichts geschrieben und nichts gemalt.

Die Vorschularbeit hat das Ehepaar Hauskeller und ihre Reisebegleiter so beeindruckt und überzeugt, dass der Verein 10 000 EUR investiert, damit im September in einem festen Gebäude zwei Vorschulgruppen mit ca. 50 Kindern beginnen können.

Die beiden Kinderhäuser „Bomoyi“ und „Kiki Bolingo“ sind mit 23 bzw. 24 Waisen- und Straßenkindern, 3 Jungen und 44 Mädchen, richtig voll belegt. Für jedes Kinderhaus mussten Betten nachgekauft werden.

Und immer wieder kommen verlassene, verstoßene, verlorene und verzweifelte Mädchen, um in der Geborgenheit der beiden Kinderhäuser zu überleben.

 

Dann berichtete Jürgen Hauskeller über das Gesundheitszentrum mit Entbindungsstation, das der Verein als drittes Teilprojekt nach Grundschule und Kinderhäusern in diesem Jahr vollenden wird.

Im Gesundheitszentrum „Nzoto na motema - Leib und Seele“ soll mit Impfprogrammen und mit Gesundheitsbegleitung der Schul-, Waisenhaus- und Dorfkinder den oft schlimm oder sogar tödlich verlaufenden Kinderkrankheiten begegnet und wirksam gegen die Malaria gearbeitet werden.

Mit der Entbindungsstation wollen wir dafür sorgen, dass Geburten nicht mehr lebensgefährlich für die Mütter sind und die hohe Müttersterblichkeitsrate in Maluku sinkt.

Die Bauphase wird bis zum Sommer 2018 abgeschlossen. Die Gebäude mit den Räumen für die medizinischen Behandlungen, das Labor, die Apotheke, der Kreißsaal, das Zimmer für die Mütter mit ihren Babys, für den Arzt, die Schwestern, die Hebammen und die Patienten, alles ist fertig.

Jetzt werden nur noch die Strom-, die Wasser- und Abwasseranschlüsse hergestellt.

Als nächste große Aufgabe für den Verein muss die Ausstattung und Einrichtung der Räume mit Medizintechnik, mit Krankenhaus- und Büromöbeln organisiert werden. Dafür liegen sehr engagierte Hilfsangebote vor allem vom Klinikum Altenburger Land vor. Dabei stellt der Containertransport in die Demokratische Republik Kongo eine logistische und finanzielle Herausforderung dar.

Im Sommer führt der Vereinsvorstand zusammen mit dem kongolesischen Partner die ersten Bewerbungsgespräche durch, um qualifiziertes Personal für das Gesundheitszentrum zu finden und einzustellen. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums mit Entbindungsstation wird im Februar 2019 stattfinden.

Alle Teilnehmer der Jahresversammlung konnten sich überzeugen, wie die Spendenmittel des Vereins zielgerichtet und transparent eingesetzt werden und das Leben der Kinder verändern.

So war das Schlusswort von Frau Dr. Christine Hauskeller ein großes Dankeschön an alle Anwesenden, die diese Arbeit des Vereins seit Jahren mit ihren Spenden und ihrer tatkräftigen Hilfe unterstützen.

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Kurzmeldungen

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